Rückblick auf den 30. Drei-Talsperren-Marathon
Bahnradweltmeister und Jubiläumsgast Joachim Eilers zollte allen Teilnehmern nach einem auch für ihn eher anstrengenden Marathontag höchsten Respekt für die sportlichen Leistungen. „Bei meinen Wettkämpfen war ich nach einer Minute fertig und wusste, ob ich gewonnen hatte oder nicht.“ An diesem Tag überreichte er die Medaillen an viele Sportler, die sich mehrere Stunden durch die Hitze eines erzgebirgischen Spätsommertages kämpfen mussten. Der 30. Drei-Talsperren-Marathon machte seinen Namen, eines der größten Volkssportereignisse des Erzgebirges zu sein, alle Ehre.
Mit 1592 gemeldeten Sportlernerreichte man einen phantastischen Teilnehmerrekord. Das super Spätsommerwetter war wohl ein guter Grund, weshalb noch viele Teilnehmer nachmeldeten. Insgesamt 1441 Sportler überquerten die Ziellinie. In den Raddisziplinen waren es 612 und bei den Läufern 829 Sportler. Der Trend ging also eindeutig in Richtung Laufdisziplinen, den Zum ersten Mal gingen mehr Läufer als Radfahrer ins Rennen. Die Verlegung der Startzeit beim 8km-Lauf auf 10:45 Uhr und die 30 km Rad auf 12:30 Uhr zahlte sich aus, denn so wurde die Begegnung von Radfahrern und Läufern auf ein Minimum reduziert. Auch den Halbmarathon um 13:00 Uhr zu starten, war sehr gut.
Im Marathonlauf gewann Vorjahresdritter Benjamin Lösch (von der LV Vogelsgrün) in 3:05:56 h vor Ullrich Trodler (Citylauf-Verein Dresden) und Ralf Hubert (Bergwacht Dresden). Bei den Damen hieß die Siegerin Friedericke Preuß mit 4:08:59 h vor Marlen Arnold (Dresden) und Cindy Bertram (Urbach). Beim 100 km Radmarathon gewann die Damenkonkurrenz Clara Haack (DHS Glauchau) in 4:44:04 h vor Marie Lux (Skiverein Schönheide) und Claudia Schubert (Rot Weiß Grumbach). Bei den Männern siegte Anton Albrecht (Benooti Bertold) in unglaublichem neuen Streckenrekord von 3:05:56 h vor Ben Langer (Team qdc & friends) und Mike Baumann. In den vielen Altersklassenwertungen konnten einige Eibenstocker Teilnehmer ebenfalls Medaillen holen. Die Ergebnislisten sind wie immer bei Baer-Service abrufbar.
Schon am Morgen begann mit Parkeinweisung durch die Stadtverwaltung und die Anmeldung mit dem Team von Kerstin Schreier eine deutlich intensivere Arbeit als in den vergangenen Jahren. Im Stadion sorgten die beiden Schwestern Sabrina und Francine Lenk bei Ihrer Premiere als Sprecherinnen für viel Information und Motivation. Auf der Bretschneider-Sportstätte gab es parallel zum Wettkampfgeschehen ein buntes Programm für alle großen und kleinen Sportler. Der Verein Run4balance hatte mit dem KDB eine Biathlon Schießanlage aufgebaut und begeisterte mehr als 400 Kinder. Die Sachsen-MTB-Cup präsentierte sich ebenso wie die Kreisverkehrswacht und viele andere. Für die Sportler gab es von Ernährung bis Kleidung interessante Stände. Das gesamte Catering fand auf dem Kleinsportfeld statt und wurde vom Feuerwehrförderverein, den Marathonverein, der Bäckerei Grüllich, dem Kunstcafé und von Fisch-Kieß übernommen. Auch in Schönheide und Hundshübel gab es viel Stimmung an der Strecke.
Ab 12:00 Uhr gab es dann im Halbstundentakt die einzelnen Siegerehrungen. Diese übernahmen der Ehrengast Joachim Eilers gemeinsam der Bürgermeister Uwe Staab und Rico Anger sowie dem Team vom ESV 90 e.V. Den Auftakt zu den Siegerehrungen gestalteten traditionell die Tanzgruppen der Dynamite Dancers des FSV Eibenstock e.V. mit einem tollen und sehenswerten Programm, was viel Beifall erhielt. Marko Erbacher und sein Team haben die großen Herausforderungen bei der Sportlerverpflegung mit Wetter und Teilnehmerzahl bravourös gemeistert.
An der Strecke brauchte es wieder sehr viele Helfer, mehr als 160 Freiwillige sorgten für deren Absicherung. Ihnen und den freiwilligen Ortsfeuerwehren Eibenstock, Carlsfeld, Sosa, Johanngeorgenstadt, Stützengrün und Hundshübel gilt ein großes Dankeschön. Sie haben die vielen Änderungen bravourös gemeistert. Es war überall zu hören, wie gut es allen gefallen hat. Der Bürgermeister betonte immer wieder von der Bühne, welche große Teamleistung alle Ehrenamtler zu diesem Jubiläumsmarathon vollbracht haben. „Ohne Euch würde es den Drei-Talsperren-Marathon schon lange nicht mehr geben.“ Der Beifall des Publikums war riesengroß und das schönste Lob an alle Beteiligten.
